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Shoppingwillige Männer und das Thema Emanzipation 0

Und da war es wieder – dieses Gefühl der mangelnden Gleichberechtigung, wenn Männer bereitwillig shoppen gehen, um sich mit einer neuen Garderobe einzukleiden.

So geschehen am Samstag, als ich versucht habe, mir für ein Event der Wirtschaftsjunioren Nordschwarzwald (WJNSW) auf der (man staune) Bühlerhöhe bei Baden-Baden, ein neues Outfit zu erwerben.

Na geh doch kurz einkaufen, Du findest bestimmt was!

Das sollte in Pforzheim auf der Wilferdinger Höhe ja nicht besonders schwer sein, immerhin gibt es in verschiedenen Läden meine Lieblingsmarke esprit.

Doch weit gefehlt. Betritt man nun voller Motivation eines dieser Geschäfte, um sich endlich mal wieder ein neues Paar Jeans zu ergattern, fällt einem die Auswahl nicht besonders schwer. Nicht etwa, weil es so viele tolle Modelle gibt, sonderen aus einem ganz anderen, beinahe banalem Grund. Es gibt keine Auswahl.

Meine Favorisierten Läden haben sicherlich Unmengen an Klamotten, aber … nur für Frauen. Ok, jetzt ist es heutzutage auch nicht mehr allzu abwägig, mal in Frauenkleidung zu schlüpfen, aber das möchte ich dann doch lieber der hierfür bekannten Szenerie überlassen.

Spaß beiseite. Im ersten Geschäft gab es – man höre und staune – genau zwei verschiedene und dazu auch noch vollkommen unmodische Jeans-Modelle. Ein schüchtener Blick in die Frauenwelt ließ mich dann erschaudern – Auswahl in rauhen Mengen.

Die außnahmsweise wirklich einmal äußerst nette Verkäuferin Bekleidungsfachangestellte wieß mich darauf hin, dass im Moment ein Wechsel der Kollektion ansteht und deshalb die Lager leer geräumt sind. Das kann man gerne glauben, oder auch nicht. Ich gehörte in diesem Moment zu denjenigen, die frustriert aber dennoch hoffnungsvoll das Ladenlokal gewechselt haben und auf eine größere Auswahl hofften. Doch wiederrum weit gefehlt. Im nächsten Klamottenladen fühlte ich mich angesichts der Pailletten-bestickten T-Shirts eher an eine Diskothek erinnert, als an ein Bekleidungsgeschäft. Von der ebenfalls fehlenden Auswahl an unterschiedlichen normalen Jeans einmal ganz zu schweigen.

Sicherlich ist ein Großteil der Ware reine Geschmacksache (nun gut, meiner eben nicht), aber das Grundproblem war das selbe. Der Anteil der für Frauen doch recht umfangreichen Auswahl war wieder um einen gewaltigen Faktor größer.

Im dritten Laden (die prozentuale Verteilung blieb die selbe) habe ich mich dann doch für eine wenn auch nicht 100%ig mein Fall Jeans  entschieden.

Ist es denn wirklich so, dass das Internet die Ladenlokale zu solch drastischen Maßnahmen gewzungen hat und die Sortimentsbereinigung so viel Kosten einspart, dass der Gang, in meinem Fall auf jeden Fall, zu den vielfältigen Online-Shops in Kauf genommen wird? Ist es denn wirklich so schwierig und dazu wahrscheinlich auch noch so kostenintensiv, mich vor Ort zu beraten, auf mich als Kunde (ok und Mann) einzugehen und mein gewünschtes Modell dann eventuell zu bestellen? In meinem favorisiertem Online-Shop (www.esprit.de) ist das doch auch kein Problem.

Habt ihr als Kunden Ähnliches erlebt? Oder geht ihr in euren Geschäften anders mit dieser Thematik um? Ich würde mich über Feedback freuen.

Das musste jetzt einfach mal geschrieben werden.

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